Osteopathie: „Sanfte Therapie mit den Händen“ 

Osteopathie ist eine ganzheitliche Therapieform mit eigenem philosophischen Konzept. Als medizinische Wissenschaft wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still begründet. Grundlage dieser manuellen Behandlungsweise waren die Kenntnisse von Anatomie und Physiologie, die er mit seinen Erkenntnissen zu einem therapeutischen System zusammenfügte und dieses Osteopathie nannte. 

Heute ist die Osteopathie eine angewandte Wissenschaft, die von geschulten Praktikern ausgeführt wird. Sie lernen in einer fünfjährigen Ausbildung, auf ihre Erfahrung und Intuition zu hören, um Spannungen und Dysfunktionen im Körper zu lokalisieren, zu identifizieren und zu behandeln. Die Kombination aus klinischem Verständnis, soliden wissenschaftlichen Kenntnissen und dem Gebrauch der Hände als diagnostisches und therapeutisches Mittel macht sie so einzigartig. Ziel ist es, die Durchblutung und Nervenversorgung aller Strukturen zu verbessern. 

Da der Osteopath nicht die Krankheitssymptome behandelt, sondern die ursächlichen Störungen der Körperfunktion, die zur Erkrankung geführt haben, können grundsätzlich die meisten Erkrankungen durch Osteopathie behandelt werden. So kann diese Therapieform sowohl bei akuten als auch bei chronischen Dysfunktionen des Bewegungsapparatss, bei funktionellen Störungen von inneren Organen sowie bei neuro- hormonellen Defiziten Hilfe bringen.